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Zwischen Hightech und Urban Gardening.

Nachhaltiges Leben in Hong Kong

Treffen Sie ein inspirierendes Paar, das eine neue Form des Wohnens entdeckt hat, die nicht nur den beiden selbst, sondern auch dem Planeten gut tut.

Kevin Chu - Architekt und Designer und Giulia Dibonaventura, ECO 1, Discovery Bay (Hongkong)

Hongkong ist ein internationaler Geschäftsstandort, bekannt für seine legendäre Skyline im futuristischen Blade-Runner-Stil und seinen schnelllebigen Alltag. Mit der Fähre gelangt man jedoch in nur 25 Minuten vom Stadtzentrum nach Discovery Bay auf Lantau Island. Autos sind auf den Strassen von Lantau Island nicht erlaubt – nur Golfwagen –, und den Grossteil der Insel nimmt ein Nationalpark ein.

Es überrascht nicht, dass sich Architekt und Designer Kevin Chu und seine Frau Giulia Dibonaventura in Discovery Bay niedergelassen haben. Kevins Unternehmen COC Design hat bei Projekten stets die ökologischen Aspekte im Blick. Er lässt sich von natürlichen Formen inspirieren, nutzt nachhaltige oder umfunktionierte Materialien oder nimmt bei architektonischen Strukturen Rücksicht auf die Umwelt.

Und auch als Paar setzen Kevin und Giulia die Vision von COC Design um: In einem grossen Dachgarten bauen sie 80 Prozent ihres Gemüses an, und ihr Zuhause besteht aus umfunktionierten Materialien. Zwischen den gewaltigen Beton- und Stahlbauten der Stadt ist es ein grüner Zufluchtsort.

Ihr beide habt euer Leben auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, sagt uns, woher dieser ursprüngliche Gedanke kam.

Kevin: Es begann mit dieser Wohnung. Als wir hier eingezogen sind, haben wir uns entschieden, all unsere Ideen umzusetzen. Dadurch haben wir uns grundlegend verändert.

Giulia: Wir haben immer nur zur Miete gewohnt, konnten also nie besonders kreativ werden. In dieser Wohnung können wir uns das erste Mal richtig austoben! Ausserdem komme ich aus einer Familie, in der andere Menschen und die Umwelt schon immer geschätzt wurden. Das geht Hand in Hand: Wer seine Umwelt respektiert, respektiert auch seine Mitmenschen. Wir haben immer wieder Dinge recycelt, seit ich ein kleines Kind war und wir haben immer versucht, Energie und Wasser zu sparen. Das war und ist nur natürlich für mich. Für Kevin war es ein bisschen anders.

Kevin: Um ehrlich zu sein, bin ich in einer Familie aufgewachsen, die sich um sowas keine Gedanken macht [lacht]. Einem Grossteil meiner Familie ist die Umwelt egal. Meine Cousins würden mich auslachen, wenn ich ihnen raten würde, sich ein elektrisches Auto anzuschaffen! Ihr Traum ist es, einen Ferrari mit einem massiven Verbrennungsmotor zu kaufen! Bevor ich Giulia getroffen habe, habe ich mich bei meinen Entwürfen zwar von der Natur inspirieren lassen und Natur und Design verknüpft. Aber besonders nachhaltig war ich nicht. Ich dachte nur an irre Ideen. Erst als ich meine Frau kennengelernt habe, habe ich angefangen zu lernen.

Giulia: Ich habe Kevin erklärt, dass ein Architekt, der sich von der Natur inspirieren lässt, nach denselben Idealen streben muss. Wer nicht nachhaltig lebt, kann keine nachhaltigen Produkte verkaufen. Ich bin immer hinter Kevin her wegen dem Recycling.

Wie sieht dein durchschnittlicher Tag aus? Und wie unterscheidet sich das von anderen Hong Kong Leuten?

Giulia: Wir stehen auf, und nach dem Frühstück kümmert sich Kevin zuerst um den Dachgarten – schaut nach, ob alles in Ordnung ist und bekämpft Schädlinge – eben alles, was ein Farmer machen muss. Normalerweise übernehme ich die Lebensmittel zum Mittag- und Abendessen. Wir mögen beide kochen und wir mögen beide gutes Essen. Im Moment kümmere ich mich um die Küche, aber wenn Kevin Zeit hat, machen wir es gemeinsam.

Kevin: Sie ist Italienerin, also kocht sie italienisch. Ich kenne mich besser mit thailändischer oder südostasiatischer Küche aus, also gibt es bei mir das. Morgens kümmere ich mich um den Garten auf dem Dach, aber manchmal, wenn ich bei der Arbeit nicht weiterkomme, gehe ich wandern oder treibe Sport. Bei Aktivitäten im Freien hole ich mir Inspiration: Ich schaue mir Pflanzen oder die Tiere an und lasse ihre Formen in meine Designs einfliessen. Wir haben das Glück in dieser Gegend von Hongkong zu leben, die sehr grün und gut erreichbar ist. Das ist ideal für uns, weil ich von zu Hause aus arbeite. Wenn ich ins Büro fahren müsste, wäre dieser Lebensstil sehr viel schwieriger zu realisieren. In Hongkong ist es üblich, viel und lange zu arbeiten. Ich kann einfach meine Arbeit erledigen und tagsüber Zeit im Freien verbringen.

Giulia: Die meisten Menschen müssen zum Arbeiten ins Büro fahren. Wir haben das Glück, sehr viel flexibler zu sein. Deswegen haben wir uns für diese Gegend entschieden. In unserer Freizeit sind wir gern draussen: Wir gehen spazieren oder wandern oder auch nur aufs Dach, um bei einem Glas Saft oder Wein nach dem Garten zu sehen.

Man verbindet Hongkong nicht unbedingt mit der Natur, deshalb ist es interessant, dass sie für eure Arbeit und euer Leben eine so grosse Rolle spielt.

Giulia: Obwohl Hongkong eine Grossstadt ist, ist man schnell in der wilden Natur. Wir haben fünf Jahre in Peking gelebt. Dort gibt es unzählige Parks. Wenn wir in die Natur wollten, sind wir in einen Park gegangen. Die Berge dagegen sind von Peking aus nur schwer zu erreichen. Hongkong ist im Vergleich zu Peking sehr klein, und direkt vor der Stadt ist Wildnis! Wir haben das Glück, etwas ausserhalb zu leben. Ich kann von meinem Fenster aus den Wald sehen! Doch auch, wenn man im Stadtzentrum lebt, ist man in einer halben Stunde im Nationalpark. Obwohl das Leben in Hongkong manchmal stressig ist, gibt es ein gutes Gleichgewicht.

Welche Pflanzen wachsen in eurem Garten?

Kevin: Manchmal weiss ich gar nicht, welche Pflanzen wir haben! Wir bauen Rucola, Grünkohl, Auberginen, Tomaten, Basilikum, Thymian und andere Kräuter an.

Giulia: Gute Tomaten sind hier schwer zu bekommen.

Was essen die Menschen in Hongkong normalerweise?

Kevin: Die Menschen gehen oft aus zum Essen. In vielen Wohnungen in Hongkong – sogar in grossen – sind die Küchen lächerlich klein. Sie werden nicht wirklich genutzt. Meine Cousins haben eine Haushaltshilfe, die für sie kocht, oder sie gehen immer essen, da bin ich mir sicher. Das hängt mit dem beruflichen Druck zusammen. Wenn man bis 20:30 Uhr arbeitet, möchte man nicht mehr kochen. Man möchte nur noch nach Hause, etwas essen und dann schlafen.

Giulia: Naja, mehr oder weniger. Als wir in Peking gelebt haben und ich viel gearbeitet habe, stand ich wie eine Verrückte mitten in der Nacht in der Küche und habe Kekse gebacken. Am nächsten Tag bin ich früh aufgestanden und wieder zur Arbeit gegangen. Es hängt davon ab, ob man gern kocht. Wir beide lieben es zu kochen. Natürlich sind wir manchmal auch faul und gehen ins Restaurant, aber die meisten Leute hier können gar nicht kochen.

Ist euer Zuhause (ein Konzepthaus mit dem Namen ECO 1) euer Versuch, die Natur mit der Stadt zu versöhnen?

Kevin: Das ECO 1 funktioniert nur in Hongkong. In Giulias Heimatstadt beispielsweise wäre das System nicht sinnvoll. Dort gibt es so viel landwirtschaftliche Nutzfläche. Das ist es, woran mein Unternehmen seit zehn Jahren arbeitet: diesen landwirtschaftlichen Lebensstil in die Stadt zu bringen. Unser Haus ist im Grunde das Gleiche: ein Versuch, die Muster von Stadtmenschen zu durchbrechen. Hongkong ist einer der wenigen Orte, an denen diese Design-Ideologie funktionieren kann. Wir haben eine Dachterrasse, aber in den meisten Wohnungen in Hongkong könnte man höchstens eine Basilikumpflanze ziehen. Das Konzept ist nicht für jeden in Hongkong geeignet.

In eurem Zuhause verwendet ihr viele recycelte oder umfunktionierte Materialien – Lampen aus Pappe, ein Bücherregal aus Styropor und Spanplatten. Ein wachsender Trend in Hongkong?

Kevin: In Hongkong werden umfunktionierte Materialien im gewerblichen Bereich genutzt, aber zum Wohnen sind sie nicht sehr beliebt. Sie gelten als billig oder hässlich. Überall ausserhalb von Hongkong werden umfunktionierte Materialien für die Inneneinrichtung von Häusern verwendet. Aber die Menschen in Hongkong möchten immer noch massive Eiche oder Marmor. Nachhaltige Materialien kosten etwa das Gleiche! Warum also sollte jemand, der sich Stühle aus echtem Holz leisten kann, recycelten Kunststoff verwenden? Es ist eine Frage der Einstellung: Wenn man bewusster mit der Welt umgehen möchte, gib es nur eine Lösung.

Du (Kevin) integrierst neue Materialien und Technologien in deine Designs. Erzähl uns etwas über diesen Ansatz.

Kevin: Hier sind Giulia und ich sehr verschieden. Ich liebe uralte Technologien und Gebäude, aber auch modernes Hightech. Ich kombiniere beides gern. Ich arbeite an einem VR-Rendering von Gebäuden, damit Kunden reinkommen und sehen können, was ich mache. Ausserdem nutze ich Drohnen, um zu fotografieren. Wenn ich an einen bestimmten Ort komme, muss der Winkel stimmen. Die Bilder auf Google Maps sind nie ganz richtig, also muss die Drohne das für mich übernehmen. Ich mag auch neue Materialien sehr gern. Es interessiert mich, welche Materialien es heutzutage gibt. Ich habe zum Beispiel von einer neuen Farbe gehört, die Giftstoffe absorbiert. Wenn man sie abwischt, werden die Giftstoffe weggewaschen und können keinen Schaden mehr anrichten. Auf der ganzen Welt gibt es viele solcher Entwicklungen. Ich bin ein sehr technologischer Mensch. Giulia ist da entspannter.

Nachhaltiges Wohnen und ein kollektives Designbewusstsein sind prägende Merkmale unserer Zeit – und Kevin und Giulia haben diese Mentalität verinnerlicht.

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